Beschäftigung

 

 

House of Horror – dein Trainingsplan für die dunkle Jahreszeit!

Zur Herbst- und Weihnachtszeit verwandeln sich viele Gärten für unsere Hunde in ein kleines Horrorkabinett.

Insbesondere Halloween ist für viele Hunde eine gruselige Angelegenheit. Im Halbdunkel huschen verkleidete Menschen umher, flackernde Kürbisse und

Gruseldeko tauchen in Gärten und Fenstern auf und können deinen Hund erschrecken.

Mit diesem Trainingsspiel wird dein Hund ein Wortsignal lernen, mit dem du Angst vor ungewöhnlichen Objekten reduzieren kannst.

 

 

Los geht's!:

  • Start ist dein Zuhause an einem Ort, an dem sich dein Hund wohl fühlt. Zum Beispiel das Wohnzimmer. Dein Hund liegt auf seiner Decke und wartet ab. Gib bitte Belohnung für das Warten.
  • Wähle einen größeren Gegenstand, den dein Hund mag und kennt. Zum Beispiel ein Sofakissen. Zusätzlich brauchst du viele kleine Stücke hochwertige Futterbelohnung.
  • Du legst das Kissen in die Mitte des Raums.
  • Jetzt kommt dein neues Wortsignal! Zum Beispiel: "Oh, was ist das?"
  • Du sagst das Wortsignal und zeigst danach mit dem Finger auf den Gegenstand. Sobald sich dein Hund dem Gegenstand nähert: Lobwort sagen und die Belohnung weg (!) von dem Gegenstand geben. Dein Hund soll sich abwenden!
  •  Dein Hund lernt: Ich höre das Signal, schaue den Gegenstand an und dann schaue ich sofort weg. Ich werde gelobt, ich werde belohnt und das macht Spaß!
  • Klappt das? Jetzt wird es schwieriger. Dein Hund wartet auf der Decke, du nimmst einen Gegenstand, den dein Hund nicht kennt. Wichtig: Der Gegenstand löst keinesfalls Angst aus. Zum Beispiel ein Küchensieb.
  • Du belohnst den Hund auf der Liegedecke, legst danach das Sieb in die Mitte des Raums und sagst wieder: "Oh, was ist das?" Dann zeigst du mit dem Finger auf das Sieb.
  • Sobald dein Hund sich dem Sieb annähert und es anschaut, sagst du wieder dein Lobwort und belohnst den Hund weg von dem Sieb. Dein Hund soll sich immer direkt abwenden - weg vom Objekt, hin zu dir! Du kannst die Belohnung einfach über den Boden rollen lassen, das macht vielen Hunden besonderen Spaß.
  • Klappt alles? Dann kannst du das Spiel mit anderen unbekannten Gegenständen spielen, die keine Angst auslösen. Welche Gegenstände fallen dir ein? Und welche Gegenstände wären zu schwierig für deinen Hund? Am besten erstellst du dir eine kleine Liste!
  • Wenn zuhause alles funktioniert und dein Hund Spaß an dem Spiel hat dann geht es nach draußen.
  • Wähle einen Ort, den dein Hund kennt und mag. Zum Beispiel den Garten oder seine Lieblingswiese. Dein Hund trägt ein Geschirr und ist angeleint.
  • Streu ein paar Leckerchen auf den Boden. Während dein Hund schnüffelt, stellst du einen Gegenstand, der keine (!) Angst auslöst, ein paar Meter vom Hund entfernt auf.
  • Du gehst zurück zum Hund, nimmst die Leine in die Hand und sagst: "Oh, was ist das?" Ihr geht gemeinsam in Richtung des Gegenstands.
  • Sobald sich dein Hund annähert und den Gegenstand anschaut, sagst du wieder dein Lobwort und belohnst den Hund weg von dem Gegenstand. Dein Hund soll sich zu dir wenden und wird dafür belohnt. Ihr geht gemeinsam weg vom Gegenstand.
  • Klappt alles? Dann spiel dieses Spiel bitte mit allen möglichen Dingen, die keine Angst auslösen. Wähle einfach Dinge aus der näheren Umgebung und der Umwelt, die dein Hund kennt und die keine Angst auslösen.

 Hauptsache, dein Hund und du haben viel Spaß!

 

 

Wie bei jedem Spiel gelten feste Regeln:

1. Leinenführigkeit: Ist dein Hund sehr stürmisch und möchte direkt zum Gegenstand sprinten? Sag dein Wortsignal, lobe sofort (!) und belohne den Hund für das Abwenden. So verhinderst du das Ziehen an der Leine und erreichst, dass dein Hund dir folgen wird.

2. Während des Spiels wird zu keinem Zeitpunkt Angst ausgelöst! Das ist eine ganz wichtige Regel!

3. Sobald du siehst, dass dein Hund zögert oder meidet, streust du Kekse auf den Startpunkt, nimmst den Gegenstand weg und ersetzt ihn durch einen weniger gruseligen Gegenstand.

4. Dein Hund soll immer Erfolg und Spaß haben, nachdem du das Wortsignal gesagt hast. Mach es ihm leicht und steigere die Schwierigkeit nur langsam. Je langsamer und gründlicher du steigerst, umso schneller seid ihr am Ziel.

5. Nie, nie, nie bewegst du einen Gegenstand auf deinen Hund zu. Dein Hund soll sich immer selbst zum Gegenstand bewegen. Dass du nicht an der Leine ziehst, ist ja selbstverständlich.

6. Spiele das Spiel an verschiedenen vertrauten Orten mit unterschiedlichen neutralen Objekten. Das kann eine schöne Beschäftigung auf Spaziergängen werden, nimm einfach Objekte, die am Wegrand zu sehen ist.

 

So, klappt alles? Ihr habt Spaß? Dein Hund weiß genau, was das Wortsignal bedeutet? Du hast super Belohnung in der Tasche? Dann kannst du das Spiel im Training einsetzen.

 

 

Die ersten Kürbisse flackern auf den Fensterbrettern? Deine Nachbarin hat plötzlich ein Skelett im Garten? Es gehen Kinder mit gruseliger Verkleidung vorbei?

Sag einfach "Oh, was ist das?" schaue zum Gruselobjekt. Warte, ob dein Hund ebenfalls dorthin schaut. Dann sagst du dein Lobwort und belohnst deinen Hund wie gewohnt für das Abwenden.

 Anschließend lauft ihr gemeinsam einen kleinen Bogen. Du kannst deinen Hund auf der anderen Körperseite führen und ihn im Gehen belohnen während ihr den Bogen lauft.

Du wirst sehen, es wird nicht lange dauern und dein Hund wird ein bisschen mutiger werden!

Und was machst du, wenn dein Hund sofort vom Gruselobjekt weggehen möchte? Dann geht ihr gemeinsam auf Abstand!

Auf etwas größerer Entfernung kannst du das Spiel noch einmal spielen. Belohne deinen Hund gut für das Abwenden. Danach tretet ihr einen geordneten Rückzug an. Am nächsten Tag könnt ihr weiter üben und übergangsweise etwas weniger gruselige Objekte einsetzen.

 

Das Ziel ist immer Vertrauen. Das Ziel sind Entscheidungen, die deinem Hund die Angst nehmen. Das Ziel ist, dass dein Hund immer häufiger bei dir nachfragen wird, ob du eine gute Entscheidung treffen kannst.

 

Und bitte denk daran, dass du besonders am Halloween-Abend deinen Hund sicher anleinst und ihn so gut es geht vor Angstauslösern schützt. Macht es euch am besten drinnen gemütlich ganz ohne herum huschende Gestalten und Gruselkabinett.

(©Text: Rike Kranefeld, stadtlandhund.berlin)

 

Hier finden Sie alles Wissenswerte zu Halloween und/ mit Hund!

 

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Hund viel Spaß beim Ausprobieren!

Ihre Susan Zeh

 

 

 

 

 

 

 


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